Wer kennt ihn nicht, den “Kicker” Spieler der Woche! Auch Horst wendet sich nun diesem Thema zu und wird in Zukunft einer „herausragenden“ fußballerischen Persönlichkeit des vergangenen Wochenendes an dieser Stelle ein paar Extra-Zeilen widmen. Herausragend muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass es sich um den besten Spieler des vergangenen Wochenendes handeln muss, auch andere „Aktionen“ ,als das reine Tore schießen, können jemanden zum „Horst der Woche“ krönen.
Mensch, das gibt es doch gar nicht! Branko Trailovic, der alte Vorzeige-Jugoslawe, er lebt noch. Branko „ich-spucke-auch-gerne-mal-Uwe-Hohnhold-ins-Gesicht“ Trailovic! In Fußball Lippe ist dieser Mann einfach bekannt wie ein bunter Hund. Unvergessen seine Familientreue, es gibt nicht einen Verwandten, ob angeheiratet oder nicht, den Branko nicht versuchte, bei seinen jeweiligen Vereinen unterzubringen. Sein Cousin Micky (oder war es doch sein Bruder) war so ein Vorzeige-Exemplar. Betrat doch eben dieser Micky vor knapp 13 Jahren den Heiligenkirchener Sportplatz, überhäuft mit Vorschusslorbeeren („…kommt aus der 2. jugoslawischen Liga…“), um dann innerhalb kürzester Zeit zu „beweisen“, dass er vielleicht doch lieber Steh-Geiger hätte werden sollen. Im Vorfeld waren Micky zwar von Branko neue Fußballschuhe in Aussicht gestellt worden, aber nach dem „Vorspielen“ war klar, dass es doch eher Step-Schuhe hätten werden sollen. Naja, egal, musste Micky halt wieder seiner Wege ziehen, ohne neue Schuhe und neuen Verein. Und Branko? Der hat sich so nach und nach durch ganz Fußball-Lippe gearbeitet (wenn man das denn immer so nennen konnte) und hat sich meist dann wieder abgesetzt, wenn die erreichte Fußball-Klasse (meist nach Aufstiegen in die A-Liga) fußballerisch doch zu hoch für ihn war. So konnte er sich in aller Ruhe einen exzellenten Ruf als B-Liga-Bomber erarbeiten.
Tja, da hatte man sich doch vor gar nicht all zu langer Zeit gefragt, was aus so manchem „Experten“ der Vergangenheit geworden sein mag und nun taucht der jugoslawische Edel-Bomber beim TuS Hillegossen wieder auf. Wie lange das wohl bei ihm gut gehen wird? Ich denke, am Ende seiner Fußballer-Tage wird er locker Rudi Gutendorf, was die Zahl der Trainer-Stationen anbelangt, Konkurrenz machen können.
In diesem Sinne kommt gut durch die Woche,
euer “lustiger Bosniak”,
Horst Blankenburg
„Was waren das noch für Zeiten“, höre ich ab und an den einen oder anderen sagen, wenn es um die Zeit geht, als Günther Netzer und Co. noch als aktive Fußballer die Bundesliga beherrschten. „Das war noch Fußball“, heißt es dann, „die konnten noch kicken“ oder „eine unglaubliche Technik“. Heute stünde ja immer mehr die Athletik im Vordergrund, die Fußballer verkämen immer mehr zu Robotern, die technisch teilweise bei weitem nicht das mitbrächten, was zu Zeiten Netzers, Overaths und Beckenbauers geboten wurde. Dass es teilweise wirklich an Zeitlupentempo erinnert, mancher Fußballer aus den 70ern heute nicht mal unfallfrei Zeugwart sein könnte oder aber, dass die Deutschen im 74er WM-Finale zum Teil mehr Glück als Verstand hatten, dies wird gerne weggewischt und als nicht zutreffend abgetan.
Nun ja, wer diesen Fußball liebt und ihn trotzdem in einer modernen Fassung sehen wollte und will, der kann dieses noch bis Anfang Oktober bei einem Detmolder Vorstadt-Klub tun. Dort spielt ein junger Mann, der im letzten Jahr, gerade frisch der A-Jugend entsprungen, die Bezirksliga gehörig durcheinander wirbelte. Oder sollte ich besser sagen, er ging im wahrsten Sinne des Wortes durch so manche Abwehrreihe wie das berühmte Messer durch die Butter. Egal ob vorne drin, im Mittelfeld oder auf der 74er Libero-Position, die Gegner wurden überall getunnelt. Reicht dann doch einmal die Kraft nicht mehr, so wird der Hintern rausgestreckt und kaum hat man sich versehen, pfeift der Schiedsrichter auch schon Freistoß. Manch älterer Kiebitz dürfte feuchte Augen bekommen, wenn dieser Spieler den Platz betritt, denn technisch und vom Tempo her, erinnert er einfach jeden an die Helden vergangener Tage. Tja, wer weiß, vielleicht wird ihm in den kommenden Monaten fernab der Heimat ja die berühmte „Netzer-Matte“ wachsen, stehen würde sie ihm bestimmt. Bis dahin, alles Gute und viel Spaß und vergiss das Tunneln nicht, Philip!
Nach diesem Beitrag „in eigener Sache“ meldet sich Horst Anfang der kommenden Woche wieder zu Wort!
Euer
Horst Blankenburg
Wenn einer mal „Horst der Woche“ werden musste, dann Stefan Klobusch. Seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten gefürchteter Stürmer in den lippischen Gefilden, der immer 120% (und manchmal sogar noch mehr) gibt. Stefan hatte in seinem Leben schon fast mehr Vereine als Finger an den Händen, doch überall ist immer ein einsatz- und willensstarker Spieler [...]
Am vergangenen Sonntag war es nun soweit, der Blomberger SV steigt nach 40 Jahren wieder in die Bezirksliga auf. Trainer Manuel Roßblatt stand daraufhin Horst Blankenburg Rede und Antwort. Der Erfolgscoach geht in seinem Statement unter anderem auf die Gründe für den Erfolg, auf die Ziele in der kommenden Serie und die bevorstehende Abschluss(-Party-)fahrt ein:
“Wir [...]
Hatte ich beim Kramen in der lippischen Fußball-Schatzkiste letzte Woche noch eine ganze Mannschaft hervorgezaubert, ist mir beim gestrigen Wühlen (bei dem Wetter kann man ja nun wirklich nicht vor die Tür gehen) ein ganz besonderer Schnappschuss in die Hände gefallen. Abgebildet ist hierauf ein junger Mann (mittlerweile einen Ticken älter und gesetzter), der in [...]